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INTERVIEWS ZUR NO!art


DIETMAR KIRVES IM GESPRÄCH MIT BORIS LURIE | Publiziert in: neue bildende Kunst, Zeitschrift für Kunst und Kritik, Nr. 1/95, Berlin 1995 | "Es ist äußerst schwierig, eine Kunstrichtung zu schaffen, die von der Kunstgeschichte stillschweigend übergangen und von den Kunstzeitschriften abgelehnt wird, die die Sammler in Verlegenheit bringt und von den meisten Künstlern als Beleidigung empfunden wird." (Brian O´Doherty, 1971) Boris Lurie, Sam Goodman und Stanley Fisher, die Begründer von NO!art, haben in den 60er Jahren mit radikalen Aktionen in der New Yorker March Galerie und später in der Galerie Gertrude Stein – SHIT-Show 1964 – eine provozierende Alternative zum "Optimismus der Frohnaturen-Pop-Produktion" (W. Vostell) entwickelt. Aus der Erfahrung des Holocaust und dem Ekel vor der affirmativen Kunstpraxis entstand ein heute tatsächlich übergangenes Kapitel amerikanischer Kunst, eine "strategische Kreuzung, auf der sich künstlerische Produktion und gesellschaftlich-kulturelle Aktion begegnen."  |   INFO

FRANZISKA BECHER INTERVIEWT DIETMAR KIRVES ZUR NO!art | NO!art Headquarters Berlin | 19.11.2010 | 18:50 Uhr | Franziska Becher: Welche Rolle spielten Sie in der NO!art? | Dietmar Kirves: Ja, wenn man von Rollen redet, denkt man eigentlich an Theater. Jedoch die NO!art ist kein Theater. NO!art ist Realität. Ich habe die NO!art wieder an die Öffentlichkeit gebracht, weil sie längere Zeit über New York hinaus keine Beachtung fand. Ich habe Boris Luries Arbeiten 1978 über Armin Hundertmark in Berlin vermittelt bekommen. Mit Armin Hundertmark hatte ich schon 1969 Kontakt. Er verlegte damals neben seiner Tätigkeit als Friedhofsgärtner kleinere Editionen mit Joseph Beuys. Joseph Beuys kannte ich persönlich. Boris hatte Armin 1974 auf Grund einer Initiative von Wolf Vostell in einem Jutesack ein Konvolut mit NO!art-Dokumenten zur Veröffentlichung geschickt. Diesen Sack fand ich 1978 in Armin Hundertmarks Kleiderschrank in der Berliner Kleingartenkolonie Kleeblatt.  |   INFO

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