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"KNOCHENGELD"–EXPERIMENT

Loë Bsaffot präsentiert:
Künstler machen Geld, die Galerie als Bank, die Wechselstube

Galerie OZWEI | Oderberger Str. 2 | Berlin | 6.11. - 29.12.1993 | linkhttp://de.wikipedia.org/wiki/Knochengeld
TAGGED: KÜNSTLER EINLADUNGSKARTE INFORMATION BEITRAG

TEILNEHMENDE KÜNSTLER: G.P. Adam, Gamma Bak + Breeda C.C. + Nils Chlupka + linkHenning Christiansen (DK) + Ludwig Eben + Gruppe M + Josefine Günschel + Daniel Habegger + Stephan Hachtmann + Klaus Haller & Gloria Mészáros + Rita Hensen + Uta Hünniger + Brad Hwang (USA) + Anne Jud + linkSabine Herrmann + linkUrs Jaeggi (CH) + MK Kähne + linkSiglinde Kallnbach + Laura Kikauka (Kanada) + Klaus Killisch + Jeanette Kipka + linkDietmar Kirves + linkWolfgang Krause + linkHans Peter Kuhn + Dirk Lebahn + linkHelge Leiberg + linkVia Lewandowsky + Ronald Lippok + Angela Lubic + Sarah Marrs (USA) + linkWolfgang Müller + linkCarsten Nicolai + linkOlaf Nicolai + linkBert Papenfuß + linkA. R. Penck + Andrea Pichl + Raabenstein + Volker Ries + Jenny Rosemeyer + W.A. Scheffler + Christine Schlegel + Thomas Schliesser + Jürgen Schneider + linkGerd Sonntag + linkKlaus Staeck + Holger Stark + linkStrawalde + Niko Tenten + Klaus Theuerkauf + Ina Wilczek + Volker Wilczek + Igor Zaidel (GUS) + Mike Zimmermann (USA).

EINLADUNGSKARTE

INFORMATION: Knochengeld ist ein alternatives Zahlungsmittel der Gruppe Ioë Bsaffot (Bert Papenfuß, Wolfgang Krause, Nils Chlupka, G.P. Adan).

Innerhalb 1 Woche stellten 54 eigeladene KünsterInnen ihre Scheine für den Umlauf in einer Auflage von jeweils 100 Stück her. Alle Scheine sind nummeriert und signiert, Ioë Bsaffot versieht sie mit Gültigkeitsmarken. Insgesamt gibt es 100 Bündel mit 54 verschiedenen Motiven, d.h. von jedem Künstler 1 Schein.

In O zwei kann DM gegen Knochen getauscht werden, die Galerie wird für 7 Wochen zur Bank. Die Knochen werden als komplette Bündel oder einzeln ausgegeben. Ein Schein ist 20 Knochen und entspricht 20 DM. Jede Woche verliert ein Schein 1 Knochen / 1 DM an Wert, wenn er nicht ausgegeben wird. Der Begriff Knochen geht auf Diogenes zurück - der vorschlug, Geld sollte aus Knochen sein, damit es nicht gehortet werden kann.

Etwa 30 Geschäfte und Restaurants in Prenzlauer Berg akzeptieren die alternative Währung, als Wechselgeld wird DM herausgegeben. Die Läden versehen angenommene Scheine mit ihrem Stempel; dieser Stempel ist Zeugnis für den Umlauf. Jeweils bis Mittwoch können die beteiligten Läden die angenommenen Scheine ohne Wertverlust (Schwund) in o zwei in DM zurücktauschen.

Nach 7 Wochen wird das Knochengeld – Experiment am 29.12. erfolgreich abgeschlossen. Knochengeld ist das erste alternative Geldprojekt in Deutschland seit 1900, welches nicht durch Justiz oder Polizei abgebrochen wurde. — Wolfgang Krause

Rede Christoph Tannert

Vorträge von Klaus Schmitt, Helmut Creutz, Dr. Hugo Godschalk u. Bruno Jehle, Matina Hämmerli (CH

Film von Harun Farocki + Konzert "Knochen-Girl" + Bank-Installation "dead chickens"

siehe dazu Linkhttp://de.wikipedia.org/wiki/Knochengeld

Beitrag von Dietmar Kirves:

Dietmar Kirves: Knochengeld 1993, VorderseiteDietmar Kirves: Knochengeld 1993, Rückseite
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