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SCHERBEN
Musik, Politik und Wirkung der Ton Steine Scherben

Herausgegeben von Volker Seidel

Scherben, 2005, Buchumschlag
Broschur | zahlr. s/w-Abb., 256 Seiten, 15,5 x 23 cm
Ventil Verlag, Mainz 2005 | ISBN 3-931555-94-1

Kaum eine andere Band spiegelt den Aufbruch einer jungen Generation und ihren kompromisslosen Bruch mit einer als reaktionär empfundenen Republik dermaßen wider wie die Ton Steine Scherben.
Heute werden die Band und ihr charismatischer Sänger Rio Reiser gerne verklärt. Wolfgang Seidel wirkt diesem Mythos entgegen: Als Herausgeber hat er Zeitzeugen versammelt, politische Aktivisten der 1970er und Freunde der Band, deren Erinnerungen die Vergangenheit noch einmal lebendig werden lassen.
Das Buch ist allerdings weitaus mehr als nur eine Bandgeschichte. Es bietet einen Überblick über die Mentalität der westdeutschen Linken in den 1970er und 1980er Jahren und reicht zudem bis in die Gegenwart hinein: Welche Wirkung hatten Ton Steine Scherben auf die musikalische Protestkultur? Welche Bedeutung hatten sie für Jugendliche in der DDR? Wie hat sich linker Protest nach dem Mauerfall verändert?
Aus dem Inhalt: Die Geschichte des Georg-von-Rauch-Hauses; die Berliner Hausbesetzer-Szene; die Wirkung der Scherben auf Punk; das Leben in Fresenhagen; von Pop als Gegenkultur bis zur Quotendebatte. mehr

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TEXTBEITRÄGE:

Thorwald Proll: Yesterdays Scherben

Ted Gaier: Die Sache mit Früher. Oder: Wie kann man eigentlich über Freiheit reden?

Wolfgang Seidel: Berlin und die Linke in den 1960ern. Die Entstehung der ... Scherben.

Andre Greiner-Pol (Freygang): Wie die Scherben in den Osten kamen

Detlef Krenz: Das Zodiak am Halleschen Ufer

Wolfgang Seidel: Scherben ...

Achim Müller: Eisen erzieht

Wolfgang Seidel/Martina Groß: Gespräch mit Werner Schretzmeier: Der Kampf ums eigene Jugendzentrum

Lutz Neitzert: Wassermänner und Mondkälber

Tine Plesch im Gespräch mit Britta Neander: Carambolage

Wolfgang Seidel: Gespräch mit Francoise Cactus: »Die haben immer so psychedelische Experimente gemacht.«

Volker Hauptvogel & Dietmar Kirves: Verweigerer

Egon Bunne /Oliver Held: Der Duft vom frischen Heu

Jimmy Boyle: Kritik der Konsumkritik

Hartwig Vens: »Unsere Lieder sind einfach, damit viele sie mitsingen können.« Zur Sprache der Scherben.

Ralf Fischer: Lechts und Rinks sind nicht zu verwechseln. Aufklärung über einen weitverbreiteten Irrtum.

Robert Kneschke: Sklavenhändler im Callcenter. Warum die Scherben immer noch junge Menschen inspirieren und deshalb sogar Webseiten entstehen.

Antonio Xavier Merchan Casado: Der Sound der Stunde. Naunyn Ritze revisited.

Thies Marsen: Fresenhagen revisited

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FOTOBEITRÄGE:

Graffitti: Keine Macht ... Foto: Dietmar Kirves
Graffitti: Es war ja nur ein Traum, Foto: Dietmar Kirves
Graffitii: Guten Morgen, Foto: Dietmar Kirves
Graffitti: Figur, Foto: Dietmar Kirves

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